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Der Masterplan Freizeitschifffahrt ist da

Der Masterplan Freizeitschifffahrt ist da
© BMVI/deckbar Photografie

Am 8. Juni wurde der Masterplan Freizeitschifffahrt veröffentlicht. In einer Livestreaming-Veranstaltung präsentierte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer das neue Strategiepapier zur nachhaltigen und nutzungsorientierten Stärkung der Freizeitschifffahrt.

Nach einer kurzen Einführung von Dr. Antje Grobe, Moderatorin der Veranstaltung, erhielten Zuschauerinnen und Zuschauer von Caroline Böhnke, Geschäftsführerin der Spree Marine GmbH, und Julia Pollok, Leiterin der Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg, in einer kurzen Video-Botschaft einen Einblick ins Thema und wurden mit aufs Wasser genommen. Anschließend stellte Bundesminister Andreas Scheuer die zentralen Inhalte und Maßnahmen des Masterplans vor.

Während die verkehrlichen Aufgaben der Bundeswasserstraßenverwaltung bislang auf den Güterverkehr ausgerichtet waren, wurde mit dem Masterplan ein Paradigmenwechsel eingeleitet und der Fokus verstärkt auch den Belangen der Freizeitschifffahrt zugewandt. Bei der Präsentation des Masterplans wurde gleichzeitig hervorgehoben, dass eine nachhaltige Entwicklung der Bundeswasserstraßen nur gemeinsam mit allen beteiligten Stakeholdern erfolgen kann.

„Mit dem Masterplan Freizeitschifffahrt bauen wir die Infrastruktur weiter aus und bringen Freizeit und Ökologie noch besser in Einklang. Davon wird das gesamte System Wasserstraße profitieren - damit auch nachfolgende Generationen am, mit und auf dem Wasser leben können“ – so Andreas Scheuer.

Die Maßnahmen des Masterplans Freizeitschifffahrt beziehen sich auf fünf Handlungsfelder: Infrastruktur, Schifffahrt, Digitalisierung, Umwelt sowie Kommunikation und Kooperation. Die Maßnahmen dienen u.a. einer verbesserten Wasserstraßeninfrastruktur, der Bereitstellung von nutzungsorientierten Dienstleistungen, Informationen und web-basierten Angeboten, der Unterstützung von Konzepten Dritter, bspw. zur Bereitstellung von Anlegestellen und Wasserwanderrastplätzen, der Stärkung einer nachhaltigen Nutzung der Gewässer, und der Kommunikation zwischen unterschiedlichen Stakeholdern der Freizeitschifffahrt. Einzelne Maßnahmen des Masterplans sind bereits in der Umsetzung oder wurden eingeleitet. Andere Maßnahmen sollen gemeinsam mit regionalen Interessensvertretungen weiter ausgearbeitet werden.

Nach einem kurzen Pressebriefing mit dem Bundesminister und Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI, fand eine Podiumsdiskussion statt, bei der die Zukunft des Wassertourismus und Nachhaltigkeit der Freizeitschifffahrt auf deutschen Wasserstraßen diskutiert wurden. Gestartet wurde die Diskussion mit einer Online-Umfrage zur Nutzung der Freizeitwasserstraßen unter zugeschalteten Zuschauerinnen und Zuschauern. Anschließend stellten die eingeladenen Gäste – Dr. Norbert Salomon, Leiter der Abteilung Wasserstraßen und Schifffahrt im BMVI, Prof. Dr. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS), Petros Michelidakis, Direktor der „boot Düsseldorf“, Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbands (DTV), Robert Marx, Präsident des Bundesverbands Wassersportwirtschaft e.V. (BVWW), und Matthias Wedepohl, Wassertourismusexperte von Project M – ihre Visionen für die weitere Ent-wicklung der Freizeitschifffahrt vor. Unter anderem wurden die Priorisierung der Infrastrukturmaßnahmen, die nachhaltige Nutzung von wasser- und landseitiger Infrastruktur und Stärkung des Inlandstourismus durch die Entwicklung von Gastronomie- und Kulturangeboten sowie der stärkere Einsatz von klimafreundlichen Antrieben angesprochen. Im Laufe der Veranstaltung wurden weitere Fragen aus dem Publikum gesammelt und an die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion gestellt.

Am Ende der Veranstaltung stellte Gesa Schwoon, Leiterin des Referats Management der Nebenwasserstraßen im BMVI, den Beteiligungsprozess für die Erstellung sowie die weitere Zeitplanung für die Umsetzung des Masterplans vor. Als wichtige Momente der Beteiligung bei der Erstellung des Strategiepapiers wurden z.B. der interne Workshop des BMVI Ende 2019, die Regionalkonferenz im März 2020, die Online-Informationsveranstaltung im Dezember 2020 mit der Vorstellung der ersten Ergebnisse sowie die Stakeholder-Workshops im Frühjahr 2021 genannt. Ferne sind die Fortsetzung der Workshopreihe, insbesondere mit regionalen Stakeholdern, und weitere Veranstaltungen ab Herbst 2021 geplant.

Die Aufzeichnung der Veröffentlichung-Veranstaltung finden Sie auf der Webseite des BMVI.

Den Masterplan Freizeitschifffahrt können Sie HIER abrufen.